Tragödie auf Buddenburg

„Unruhige Zeiten - Der Buddenburg-Mord“: Schloss Buddenburg befand sich direkt neben der Lippe in Lünen-Lippholthausen. Es war der Familiensitz der westfälischen Uradelsfamilie von Frydag zu Buddenburg. Die von Frydags zu Buddenburg bestimmten fast 600 Jahre die politischen Geschicke Westfalens maßgeblich mit. Ihr Geschlecht war in Westfalen weit verzweigt, Waltrop, Olfen, Kamen, Lanstrop, Kurl usw.

Der bereits erschienene Teil IV der Bücherreihe „Unruhige Zeiten“ mit dem Titel

"Der Buddenburg-Mord"

handelt von einer großen, leidenschaftlichen Liebe und erzählt von dem Schicksal, das zwei Menschen zuerst in Liebe verband und viel zu schnell auf eine traurige Art und Weise wieder trennte. Nicht gesichert sind die Gründe, die zu dem Mord auf Buddenburg führten. Gab es verschiedene Gründe, die in eine einzige Tatursache mündeten?

Der letzte Freiherr Udo von Frydag zu Buddenburg setzte seinen Neffen, den Offizier, Bismarck-Kürassier und Grandseigneur Udo von Rüxleben als seinen Erben für all seine Ämter und Güter ein, der 1902 als Burgherr in das Schloss bei Lünen einzog. Große Jagdgesellschaften und rauschende Feste erfüllten das Schloss mit Leben. Für seinen Herrenkreis richtete er extra einen Schießstand ein. Mit seinem Freund Baron von Romberg bewegte er sich an den Höfen des Hochadels, wo eine Festlichkeit die andere jagte. Einer dieser unzähligen Hofbälle im Berliner Sommer 1907 wurde zum Schicksal für zwei junge Menschen. Die schöne Wanda von Strombeck lernte auf dem Ball den imponierenden, weltgewandten Baron Udo von Rüxleben kennen. Es dauerte nicht lange  und er führte Wanda als wunderschöne Braut zum Altar. Nachdem jedoch die junge Ehefrau Wanda ihren feierlichen Einzug in das Schloss ihres Gatten im stillen Lippholthausen bei Lünen gehalten hatte, zogen schon bald dunkle Wolken am Ehehimmel auf. Der Baron war nicht bereit, auf sein gewohntes Junggesellenleben zu verzichten. Er zog es vor, ohne seine Ehefrau bei Festen zu erscheinen und ließ sie immer häufiger allein. Diese Vernachlässigung verletzte Wanda zutiefst. Anfangs hatte sie mit ihrem Ehemann gemeinsam dort gestanden und Zukunftspläne geschmiedet, doch nun stand sie oft allein auf der Lippebrücke und starrte verloren ins glitzernde Wasser des Flusses. Wanda hatte Angst, dass alles vorbei war, bevor es richtig begonnen hatte und versuchte verzweifelt, sich von ihrem Kummer abzulenken. Mal schwang sie sich in den Sattel eines der herrlichen Reitpferde des Buddenburger Gestüts und ritt durch die Wiesen und Waldwege durch die wunderschöne Landschaft rund um Schloss Buddenburg. Oder aber sie eilte zum Schießstand und übte fleißig das Schießen. Bald konnte sie hervorragend mit Pistole und Jagdgewehr umgehen.

Es kam immer häufiger zu Ehestreitigkeiten und die beiden lebten bald von Tisch und Bett getrennt voneinander. Das Schlosspersonal wurde immer wieder unfreiwillig Zeuge der schrecklichen Dispute. Eines Tages besorgte Wanda sich eine 6,65 Millimeter Browning-Waffe, die sie regelmäßig im Schlosspark einschoss...

Noch mehr aus „Unruhige Zeiten: "Schloss Wilbring - Heimat des Hexenwahns?" -

"Die Herren von Frydag zu Buddenburg (Band III)" Neuauflage demnächst. -

"Adelslinien - Die Herren von Frydag"

 

Schloss Buddenburg bei Lünen, vordere Ansicht

Eingestellt am 22.07.2011 11:54 Auf Facebook veröffentlichen Auf Twitter veröffentlichen


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