Schlafmütze auf wichtigem Posten bei der Deutschen Bahn!

Lesen Sie hier, wie am 28. Juli 2011 meine Canada-Reise und die Teilnahme an der Hochzeit meiner dort beheimateten Verwandten, am übernächsten Tag, aufgrund der Beratungsbereitschafts-Resistenz einer DB-Mitarbeiterin am Hauptbahnhof Dortmund beinahe vereitelt wurde. Die Flugkosten, die bei Ticket-Verfall und Neubuchung den Bereich von mehreren tausend Euro erreicht hätten, blieben mir letztendlich durch ein entgegenkommendes, engagiertes Flughafenpersonal in Düsseldorf erspart.

 

Am 28. Juli 2011 wollte ich nach Canada reisen, wo ich am 30. Juli 2011 zur Hochzeit von Verwandten eingeladen war. Mein Abflug von Düsseldorf mit der Lufthansa war auf 12.01 Uhr terminiert. Bei intercontinentalen Flügen hat man 90 Minuten vor Abflugzeit am Flughafenschalter zu sein. Will man einen anderen Erdteil, wie beispielsweise Amerika respektive Canada erreichen, sind sogar drei, mindestens zwei Stunden vorgegeben. Mein Haus - 14 km/h vom Dortmunder Hbf entfernt - habe ich daher rechtzeitig verlassen. Doch wie es das Schicksal manchmal will, kam ich aufgrund eines Unfalls in einen Stau, aus dem ein Entweichen zunächst unmöglich war. Nach dem Abstellen meines PKW’s, nachdem ich mein Ziel endlich erreicht hatte, eilte ich mit meinem Gepäck in das Dortmunder Hauptbahnhofsgebäude, wo ich mir am Automaten die Fahrkarte nach Düsseldorf, die ich noch benötigte, ziehen wollte, was jedoch nicht funktionierte. Aus diesem Grund stand ich dann um 9.27 Uhr mit Koffer und Handgepäck vor dem Info-Schalter Dortmund Hauptbahnhof. Der Zug zum Düsseldorfer Flughafen ging in drei Minuten. Ich hatte Glück, denn kein anderer Fahrgast wartete am Infostand und die beiden anwesenden Bediensteten unterhielten sich gerade privat.

Ich sagte zu Frau T.: „Würden Sie mir bitte helfen? Ich muss dringend meinen Flieger um 12.00 Uhr bekommen und eigentlich schon um 10.00 Uhr dort sein. Der Automat funktioniert aus irgendwelchen Gründen nicht.“

Frau T. sah mich geringschätzig an und wies mich darauf hin, dass ich das schon selbst machen müsse. Meine Frage, ob ich die Karte aufgrund meines Zeitproblems im Zug lösen dürfe, verneinte sie, woraufhin sie sich von mir abwandte. Ich eilte erneut, diesmal zu einem anderen, gerade freigewordenen Automaten, um eine Fahrkarte zu ziehen. Doch auch dieser nahm meine Geldscheine nicht an. Eine von zwei dabeistehenden jungen Frauen und eine weitere anwesende Dame, Frau Susanne R., aus Dortmund, versuchten mir mit ihren Geldscheinen auszuhelfen, doch auch diese „spuckte“ der Automat wieder aus.

Endlich beschloss ich, nunmehr ohne gültigen Fahrausweis, zum Gleis 16 zu laufen und dort den Schaffner zu informieren. Doch der Zug war bereits abgefahren.

Ich ging erneut zum Info-Schalter der Deutschen Bahn. Dort konnte ich wieder sofort vorsprechen, weil nur die Kollegin von Frau T. mit einem Fahrgast beschäftigt war. Ich teilte Frau T. mit, dass der Zug nun ohne mich abgefahren sei. Ein weiteres Mal bat ich sie nun, mir bei der Fahrkartenbeschaffung am Automaten behilflich zu sein, weil der Apparat weder meine Geldscheine, noch die von zwei weiteren Zeugen angenommen hatte. Dabei betonte ich noch einmal die Dringlichkeit, den Düsseldorfer Flughafen rechtzeitig erreichen zu müssen, damit ich meinen Flug nicht verpasste. Die Bahn-Angestellte zeigte jedoch kein Entgegenkommen und blieb unbeweglich und untätig auf ihrem Platz sitzen. Sie schüttelte den Kopf und sagte: „Wenn der Automat Ihr Geld nicht nimmt, dann wird er es auch nicht nehmen, wenn ich daneben stehe. Da müssen Sie schon ins Reisecenter gehen.“

Im Reisezentrum zog ich eine Nummer und musste warten, bis diejenigen, die vor mir an der Reihe waren, gingen. Während meiner Wartezeit beobachtete ich den Info-Stand. Frau T. saß auf ihrem Platz und starrte Löcher in die Luft, weil sie nichts zu tun hatte. Ich wartete bis 10.00 Uhr – exakt der Zeitpunkt, an dem ich am Düsseldorfer Flughafen hätte sein müssen.

Die Mitarbeiterin im Reisezentrum zeigte sich betroffen, als sie vom Verhalten ihrer Kollegin erfuhr. Sie wünschte mir Glück, dass ich noch den schnelleren Zug um 10.03 Uhr schaffen würde, da ich sonst nur noch auf den sog. „Bummelzug“, der an jedem Bahnhof hält, angewiesen wäre. Weil ich aufgrund der versagten Unterstützung der Deutschen Bahn-Mitarbeiterin, Frau T., im Reisezentrum warten musste, verpasste ich tatsächlich den schnelleren Zug auf Gleis 21 um 10.03 Uhr, hatte aber nun eine Fahrkarte.

Der langsamere Zug, der um 10.06 Uhr auf Gleis 18 eintreffen sollte, hatte dann 15 Minuten Verspätung, bevor er das Gleis in Dortmund erreichte. Diese Verspätung rechnete sich zuletzt in 20 Minuten hoch, bis er mit mir um 11.25 Uhr in Düsseldorf am Flughafen eintraf. Mein Flug nach New York ging 36 Minuten später. Noch hatte ich weder eingecheckt, oder war im Abflugdepartement A. Zunächst hatte ich auf die Sky-Train zu warten, die mich dann in ca. sieben Minuten dorthin brachte; normalerweise eine Situation, bei der man sich keine Chancen mehr ausrechnet, überhaupt noch seinen Flug anzutreten.

Doch nach dem unkooperativen und unflätigen Verhalten der Deutschen Bahn-Angestellten Frau T., durfte ich erleben, dass mehrere Engel am Düsseldorfer Flughafen, deren Unwilligkeit, mir zu helfen, und die daraus resultierenden Zugversäumnisse und die Zugverspätung, durch ihren engagierten Einsatz wieder gutmachten.

Seit meinem Aufenthalt auf dem Dortmunder Hauptbahnhof, bereits als ich auf den sich verspätenden Zug wartete, habe ich mit dem Düsseldorfer Flughafen telefoniert. Abgesehen von dem zusätzlichen Stressfaktor, dass das Gespräch während der Zugfahrt manchmal wegbrach, und ich erneut anwählen, und mir zunächst das Tonband anhören musste, hat eine weibliche Flughafen-Bedienstete, Frau B., sich für mich eingesetzt, indem sie alle wichtigen Stellen für mich informierte, mir dann sogar am Abflug A entgegenkam, um mir behilflich zu sein, damit ich keine wichtige Zeit, u. a. für die Sicherheitskontrolle, verlieren würde. Sie brachte mich zum Check in, wo die dortigen Bediensteten bereits zuvor von ihr  involviert worden waren und mich weiterlotsten, so dass ich überall mit offenen Armen empfangen wurde und tatsächlich noch mitfliegen durfte.

Die Gangway war noch bei keinem Flug so frei vor mir gewesen, weil ich so spät kam. Die Stewardessen empfingen mich an der Tür mit einem Glas Wasser, an diesem heißen Tage. An dieser Stelle meinen herzlichen Dank an das Flughafenpersonal Düsseldorf und die Flugzeugbesatzung der Lufthansa für das beispielhafte Miteinander. Ich bin mir vollstens darüber im Klaren, dass mein Flug nach Canada an dem Tag nur funktioniert hat, weil ein engagiertes, fähiges, Flughafenpersonal netzwerkartig und fluggastfreundlich agiert hat.

Die Deutsche Bahn sei gut beraten, eine Person wie Frau T. kontolliert einer anderen Beschäftigung - ohne Kundenkontakt- zuzuführen. Inwieweit eine Nachschulung, die man ihr angedeihen ließe, bei ihrer gezeigten Eingleisigkeit nicht in einer ausweglosen Sackgasse endet, vermag ich nicht zu beurteilen. Denn wenn solche geschäftsschädigenden Mitarbeiter auf die Bahnkunden losgelassen werden, muss man sich nicht wundern, wenn mancher diese Ärgernisse nicht stillschweigend auf den Bänken der Bahn aussitzt, sondern sich früher oder später für das Auto, Fahrrad oder Flugzeug als bevorzugtes Transportmittel entscheidet.

In diesem Sinne: Allzeit gute Fahrt!

 

Web-Links:

http://www.duesseldorf-international.de/

http://www.lufthansa.com/de/de/Homepage

http://www.deutschebahn.com/site/bahn/de/start.html

 

 

 

Eingestellt am 19.08.2011 01:00 Auf Facebook veröffentlichen Auf Twitter veröffentlichen


Kommentare

Michael Gö • 23.08.2011 00:51:34   Fragwürdig...


ob es so geschah wie es geschrieben steht. Im beschriebenen Ablauf sind sind massive Wahrheitslücken geschildert. Gerne werde ich diese hier aufzeigen. 1. Zitat: "... stand ich dann um 9.27 Uhr ... vor dem Info-Schalter Dortmund Hauptbahnhof. ...Düsseldorfer Flughafen ging in drei Minuten." Zitat Ende. Diese Behauptung suggeriert das um 09.30 Uhr ein Zug zum D'dorfer Flughafen fahren würde. Dem ist nicht so, und dem war auch nicht so. Ob es mal sein wird? Der nächste Regelzug zum Flughafen wäre gefahren um 09.45 Uhr, erwähnt sei hier das es sich dabei um einen RE (Regional Express) handelt. Dieser wäre Planmäßig um 10.31 Uhr am Flughafen eingetroffen, was mich zur Aussage 2 bringt. Zitat: "...Flieger um 12.00 Uhr bekommen und eigentlich schon um 10.00 Uhr dort sein." Zitat Ende. Hätte also auch ohne das angebliche "Fehlverhalten" der DB Mitarbeiterin nicht geklappt. 3. Zitat: "...noch den schnelleren Zug um 10.03 Uhr schaffen würde..." Zitat Ende. 4. Zitat: "Der langsamere Zug, der um 10.06 Uhr auf Gleis 18 eintreffen sollte..."Zitat Ende. Ich bringe diese beiden Aussagen absichtlich direkt nacheinander. 10.03 Uhr fährt kein Zug direkt zu Flughafen. Richtig ist, dass um 10.03Uhr ein Zug von Gl. 21 abfährt Richtung Duisburg Hbf, dieser Zug ist auch ein RE. Genauso ein RE wie der angebliche "langsamere" Zug um 10.06 Uhr aus Gl. 18. Wenn man so will ist es möglich um 10.03 Uhr auf Gl. 21 los zu fahren, würde aber in Duisburg Hbf in den Zug umsteigen der um 10.06 Uhr aus Gl. 18 Dortmund Hbf abgefahren ist. Die Zeiten sind natürlich ohne Verspätung, für die man sicherlich nicht die, hier durch Sie angemahnte, Mitarbeiterin der DB AG verantwortlich machen kann. Die hier aufgeführten Verbindungen sind in Dauer 46min - 50min Fahrzeit veranschlagt. 4min Differenz kann nicht den Unterschied zwischen schneller Verbindung und langsamer Verbindung ausmachen. Diese Information hab ich direkt auf der Seite der Bahn, www.bahn.de , recherchieren können. Es wäre sicherlich gut daran gewesen, wenn das vor der Veröffentlichung dieses Artikels geschehen wäre. Dem Reisenden Mitmenschen, um den es in diesem Artikel geht, kann ich nur empfehlen, wenn er denn öfter mit der Bahn vereist, sich mit dem beschaffen von Fahrkarten vertraut zu machen. Dadurch wird sich so etwas sicherlich nicht wiederholen. mfg Michael
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