Geschrieben von

Sabine Kastel-Lübke

RuhrStadt Dortmund: Tag des offenen Denkmals am 11. September 2011 - „Zwischen Romantik und Revolution – Dortmund im 19. Jahrhundert“

Am kommenden Sonntag findet zum 18. Mal in Dortmund der Tag des offenen Denkmals statt. „Zwischen Romantik und Revolution – Dortmund im 19. Jahrhundert“ lautet das Thema, unter dem in Dortmund zahlreiche Denkmäler ihre Pforten öffnen.

An über 40 Standorten können Besucher am Sonntag, den 11. September, zwischen 10 und 17 Uhr die Stadt und ihre Geschichte zur Zeit der Industrialisierung erkunden.

Offiziell wird der Tag des offenen Denkmals in diesem Jahr um 11 Uhr durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Regierungspräsident Dr. Gerd Bollermann im Landesoberbergamt, Goebenstraße 25, eröffnet. Thomas Körner und Frank Gerstmeier sorgen dabei mit Gesang, Gitarre und einer passenden Liedauswahl zum Thema „Romantik und Revolution im 19. Jahrhundert“ für den musikalischen Rahmen. Auch für eine anschließende, kleine Stärkung ist gesorgt, bevor ab 12 Uhr Führungen durch das Gebäude und eine Multivisionsschau zur Geschichte des Landesoberbergamtes angeboten werden.

 

Foto: Denkmalbehörde

Einen unterhaltsamen Abschluss erhält der Denkmaltag um 17 Uhr im eigens für diesen Anlass zweckentfremdeten Wartebereich im Erdgeschoss des Alten Stadthauses am Friedensplatz. Das um die Jahrhundertwende errichtete Gebäude wird zum Schauplatz einer kleinen Zeitreise, die die Besucher in das alte Dortmund vor über 100 Jahren führt. Mittels zeittypischer Musik des Salonorchesters Lünen und historischen Aufnahmen der Stadt Dortmund -  vor allem jedoch mit einer Lesung von Texten des damaligen Chefredakteurs des Dortmunder General-Anzeigers Karl Richter (1860-1931)  - wird die Zeit um 1900 erlebbar. Eben jener Karl Richter hielt in seinen Aufzeichnungen mit bestechender Ironie und scharfem Witz die gesellschaftlichen Zustände Dortmunds und die besonderen Eigenheiten des hiesigen Menschenschlages fest. Gelesen werden die Texte von dem Schauspieler Uwe Rohbeck.  

Moderiert von der WDR-Redakteurin Dr. Marion Grob werden die einzelnen Textpassagen von Gesprächsgästen wie Dr. Gabriele Toepser-Ziegert, Leiterin des Instituts für Zeitungsforschung der Stadt Dortmund, und Rüdiger Wulf, Leiter des Westfälischen Schulmuseums,  kenntnisreich kommentiert.

 

Zwischen offiziellem Beginn und unterhaltsamem Abschluss finden an den verschiedenen teilnehmenden Standorten zahlreiche Führungen, Ausstellungen oder auch Konzerte statt.

Besonders hinweisen möchten wir auf zwei Programmpunkte, die in der zum Denkmaltag erschienenen Broschüre nicht mehr aufgeführt werden konnten: So wird das ehemalige Magazingebäude der Hermannshütte am Tag des offenen Denkmals geöffnet und in Teilbereichen erstmals zu besichtigen sein. Damit ergänzt der repräsentative Vierflügelbau mit überdachtem Innenhof von 1913/14 das umfangreiche Programm, das am Denkmaltag an der Hörder Burg stattfindet.

Zudem lädt das Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp zu einem Besuch seiner Fahrzeugsammlung sowie zu Fahrten mit der historischen Straßenbahn ein.

 

Foto: Günther Wertz/Denkmalbehörde

Das genaue Programm zur Eröffnungs- und Abschlussveranstaltung sowie weitere Höhepunkte des diesjährigen Denkmaltages sind im Folgenden aufgelistet.

 

Veranstaltungsort – Eröffnung: Landesoberbergamt

11 Uhr: Eröffnung des Denkmaltages 2011 durch Oberbürgermeister Ullrich Sierau und Regierungspräsidenten Dr. Gerd Bollermann. Musik zum Thema „Romantik und Revolution“ von Thomas Körner und Frank Gerstmeier. Ansichten Dortmunds aus der Zeit um 1900.

11 - 17 Uhr: Das Landesoberbergamt ist geöffnet. Ab 12 Uhr halbstündlich, Multivisionsschau zur Geschichte des Gebäudes und zu den Aufgaben der Bergbehörde. Ausstellung zum Grubenbildarchiv.

12 - 16 Uhr: Führungen durch das Gebäude mit der Kunsthistorikerin Bettina Weiper und Dipl. Ing. Thomas Rützel, jeweils zur vollen Stunde.

Veranstaltungsort – Abschlussfeier: Altes Stadthaus

13, 14.30 und 16 Uhr           : Führungen durch das Alte Stadthaus mit dem früheren Denkmalpfleger Jochen Fischer.

17 Uhr: Abschluss des Denkmaltags 2011 mit Musik des Salonorchesters Lünen, Ansichten Dortmunds aus der Zeit um 1900, einer Lesung von Texten Karl Richters sowie einer Gesprächsrunde mit Dr. Gabriele Toepser-Ziegert, Leiterin des Instituts für Zeitungsforschung der Stadt Dortmund, und Rüdiger Wulf, Leiter des Westfälischen Schulmuseums. Moderation: Dr. Marion Grob, WDR-Redakteurin.

Ehemaliges Magazingebäude der Hermannshütte

Fassstraße 29, Dortmund-Hörde

11 - 17 Uhr: Das ehemalige Hauptmagazin ist geöffnet und kann in Teilen besichtigt werden.

Von der Hörder Burg aus starten zudem Führungen, in deren Rahmen auch das ehem. Hauptmagazin thematisiert wird (Führungen um 12, 14 und 16 Uhr durch Mitglieder des Hörder Heimatvereins).

Nahverkehrsmuseum Bahnhof Mooskamp

Mooskamp 23, Dortmund-Nette

11 - 18 Uhr: Der Bahnhof Mooskamp ist geöffnet und präsentiert seine historische Fahrzeugsammlung. Ab 12.00 Uhr Fahrten mit historischen Straßenbahnen über die Museumsstrecke. Führungen durch Hallen und Wagenpark.

14.30 und 16 Uhr: Musikprogramm mit dem Akkordeon-Orchester "Heider Spielguppe" sowie befreundeten Musikern aus den Niederlanden.

Kreuzviertel

Treffpunkt: Kreuzkirche, Liebigstaße 49, Dortmund-Innenstadt

10 und 12 Uhr: Führungen durch das Kreuzviertel (Kreuzkirche – Vinckeplatz – Königliche Maschinenbauschule – Alte Sackfabrik) durch Christian Barrenbrügge, Autor des Buches „Das Dortmunder Kreuzviertel“.

Rund um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal

Treffpunkt: Aussichtsplattform am Casino, Hohensyburgerstraße 200, Dortmund-Syburg, 12, 13.45 und 15.30 Uhr

Vergnüglicher Spaziergang rund um das Kaiser-Wilhelm-Denkmal mit kurzweiligen Informationen in Wort und Bild. Dabei kommen auch Zeitgenossen wie der Dortmunder Lehrer Julius Frey mit seinen patriotischen Bemerkungen und Gedichten zu Wort. Geführt von Christiane Althoff, Anja Hecker-Wolf und Rüdiger Wulf.

Zudem ist am Tag des offenen Denkmals der Aufstieg zur Aussichtsplattform des Vincke-Turms ausnahmsweise kostenlos.

 

Ev. Kirchen des 19. Jahrhunderts in Dortmund

Informationszentrum in St. Reinoldi (13 – 18 Uhr), Ostenhellweg, Dortmund-Innenstadt

11 – 18 Uhr: 15 Ev. Kirchen auf Dortmunder Stadtgebiet stellen sich und ihre Geschichte vor. Informationen zum Programm unter www.denkmalswert.de.

 

Das vollständige Programm und viele Informationen finden Sie in der zum Tag des offenen Denkmals erschienenen Broschüre sowie im Internet unter www.denkmalbehoerde.dortmund.de.

 

Alle Führungsangebote am Tag des offenen Denkmals sind kostenlos [Ausnahme: Bustour „Route der Wohnkultur“, die unter der Telefonnummer 0231 / 18 99 94 44 bei DORTMUNDtourismus für 17 Euro zu buchen ist]. Zudem möchten wir darauf hinweisen, dass an den einzelnen Standorten Parkmöglichkeiten in aller Regel nur in sehr beschränktem Ausmaß vorhanden sind. Wir empfehlen deshalb, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen. Die jeweiligen Verkehrsanbindungen sind in der Broschüre zum Tag des offenen Denkmals enthalten.

Eingestellt am 06.09.2011 12:05 von Christian Karpinski Auf Facebook veröffentlichen Auf Twitter veröffentlichen


Kommentare

Kommentar schreiben

Meine RuhrStadt-Region.de

LOGIN




    Sie haben Ihr Passwort vergessen?





Oder sind Sie neu hier?

Registrieren Sie sich jetzt kostenlos bei RuhrStadt-Region.de, um viele auf Sie zugeschnittene Dienste zu nutzen.